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Ullsocken

Tube: Plastikröhrchen
Bindeseide: Schwarz
Tag:
rote Wolle
Körper:  schwarzes Floss
Hechel:  braune Hahnenhechel
Schwinge:  rote Feder (Goldfasan)

Nach dem Einspannen der Tube wird die Bindeseide angewunden. Am bindestockseitigen Ende der Tube wird ein roter Wollfaden angewunden, mit dem man in ca. 3 Windungen den Tag wickelt. Die Wolle wird mit der Bindeseide überfangen und kurz abgeschnitten.
Von einem Goldfasanbalg nimmt man drei rote Federn und entfernt von diesen den weichen Flaum. Sie werden nun auf die Tube gelegt und wie dargestellt mit der Bindeseide überfangen. Am Tag sollten sich die Fibern wie eine Schwinge etwas aufrichten. Nachdem die Federn gut fixiert wurden, schneidet man die Kiele kurz ab.

Direkt vor dem Tag wird nun eine braune Hahnen oder auch Hennenhechel angewunden. Hierzu entfernt man zunächst den weichen Flaum, windet anschließend den Hechelkiel mit der Bindeseide fest und wickelt dann mittels einer Hechelklemme die Hechel. Die Spitze wird überfangen und abgeschnitten.

Nun nimmt man ein Stück schwarzes Floss, das man direkt vor der Hechel fixiert. Ich habe in diesem Fall aufgeribbelten Sicherheitsgurt vom Schrottplatz verwendet - ein Material, dass im Wasser hervorragend glänzt, gut zu verarbeiten ist, in unbegrenzten Mengen zur Verfügung steht und dabei absolut "preiswert" ist...

Nachdem man die Bindeseide etwa 1 cm nach vorn geführt hat, wickelt man mit dem schwarzen Floss auf der gleichen Länge den Körper. Das Floss wird mit der Bindeseide überfangen und nicht abgeschnitten. Stattdessen winden wir wie schon zuvor eine braune Hechel.
Dieser Schritt ist eigentlich identisch mit dem vorigen: die Bindeseide wiederum etwa 1 cm nach vorn führen, mit dem Floss hinterher. Anschließend das Floss überfangen und diesmal abschneiden.
Ein letztes Mal wird eine braune Hechel eingebunden, mit der Bindeseide etwas nach hinten gelegt und die Bindeseide mit einem Kopfknoten gesichert und abgeschnitten.

Im letzten Schritt kürzt man gegebenenfalls noch die Tube und bördelt sie mit einem Feuerzeug etwas auf. So wird der Kopfknoten dauerhaft vor Schaden geschützt.

Ich habe in diesem Fall noch mit schwarzem Floss einen weiteren Kopfknoten auf den Kopf der Fliege gelegt. Der Kopfknoten sollte in jedem Fall noch lackiert werden. Besonders schön sieht dieser aus, wenn man schwarzen Lack verwendet.

Um die Fliege zu benutzen, wird auf dem Ende der Tube ein kleines Stück Silikonschlauch aufgebracht. Das Vorfach führt man durch die Tube, knüpft einen geeigneten Tubenhaken an die Schnur und schiebt die Tube so zum Haken, dass sie mit dem Silikonschlauch auf dem Hakenöhr fixiert wird.

Ich wünsche Euch viel Erfolg mit dieser Fliege - egal, ob es Euch an die Mörrum, den Lagan oder auch nur den Lachsbach im Erzgebirgischen verschlägt...




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