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Stubenfliege
Haken: Trockenfliegenhaken Gr. 12-16
Bindeseide: Schwarz
Körper: Schwarzes Dubbing
Hechel: Schwarze Hahnenhechel
Flügel: Durchscheinende Kunststofffolie (Gefriertüte)
Beine: Fibern vom Fasanenschwanz (schwarz)
Hechelbasis: Monofile 20er Angelschnur
Zunächst wird der Haken eingespannt, die Bindeseide angewunden und etwa bis zur Mitte des Schenkels weitergeführt.
Jetzt wird ein ca. 10 cm langes Stück Angelschnur auf den Hakenschenkel gelegt und festgewunden.
Sofort wird die Bindeseide wieder nach vorne geführt, woraufhin das am Hakenbogen überstehende Ende der Angelschnur abgeschnitten wird.
Der vordere Teil der Angelschnur wird wie im Bild gezeigt zu einer Schlaufe gelegt und festgesetzt. Das am Öhr überstehende Ende sollte auf eine Länge von etwa 2 cm gestutzt, aber nicht völlig abgeschnitten werden, da hieran die Schlaufe später zugezogen werden soll.
Der Bindefaden wird im Anschluß wieder zum Hakenbogen geführt, um im Folgenden den Körper winden zu können.

Zunächst wird ein mehrere cm langes Stück Bindefaden vom Spulenhalter abgezogen und dieser strammgehalten. Dann wird der Bindefaden mit Dubbingwachs leicht eingerieben. Jetzt nimmt man ein kleines bißchen Dubbing und zwirbelt dieses mit Zeigefinger und Daumen um den Bindefaden. Das Dubbingwachs soll sich hierbei mit dem Dubbing verkleben, um dem ganzen eine Struktur wie gesponnene Wolle zu verleihen.
Mit diesem "Dubbingfaden" wird jetzt der Körper gewunden, wobei der Bindefaden wieder in Richtung Kopf geführt wird. Die Form ist dabei ca. dem Bild anzupassen - eventuell zuviel angesponnenes Dubbing kann man seitlich vom Faden wieder abziehen. Sollte man zu wenig genommen haben, kann man mit etwas weiterem Wachs und noch etwas Dubbing die "Dubbingrolle" beliebig verlängern. Im Anschluß hieran wird der Haken ausgespannt und über Kopf wieder eingespannt, oder auch der Kopf des Bindestockes um 180° gedreht, sofern dieser dies zuläßt.
Jetzt sollten zwei Beine an den Körper gewunden werden. Hierbei handelt es sich um Fibern einer Fasanenschwanzfeder, die schwarz eingefärbt wurden (Edding) und in der Mitte mit einem einfachen Überhandknoten versehen wurden, um die Gelenke vorzutäuschen. Das Einbinden der Beine ist nicht ganz einfach, vor allem da man darauf achten sollte, die Schlaufe aus Angelschnur an ihrer Stelle zu belassen und nicht etwa zusätzlich mit einzuwinden. Wer allzu große Probleme mit den Beinen hat, kann diese auch weglassen.
Für die Flügel wird ein kleines Stück einer Gefriertüte zusammengefaltet und symmetrisch in Flügelform geschnitten (Hierbei kann man das Stück sehr gut mit einer Hechelklemme festhalten). Die fertig ausgeschnittenen Flügel werden mit der Dubbingnadel perforiert, um die feine Äderung der Flügel nachzuahmen. Letztlich werden die Flügel mit einer achtförmigen Wicklung auf der Seite des Hakenbogens (Bild) festgewunden. Sie sollten in einem großen V stehen, um ein korrektes Aufsetzen der Fliege auf dem Wasser zu gewährleisten.
Nach erneutem Umdrehen der Fliege erfolgt das Festwinden der schwarzen Hahnenhechel.

Der Bindefaden wird im Folgenden nicht mehr benötigt, er kann also mit dem Kopfknoten festgelegt werden und wird abgeschnitten.
Die Hechel wird nun um die Schlaufe gewunden (Hierbei ist die Verwendung eines Parachute-Galgens zu empfehlen). Nachdem ausreichend Wicklungen erfolgt sind, wird die Hechelspitze durch die Schlaufe gesteckt, und diese mit Hilfe einer Zange zugezogen. Das überstehende Stück Angelschnur wird nun knapp abgeschnitten und die Hechelspitze, sowie senkrecht abstehende Hecheln abgeschnitten.
Der Kopfknoten und die Hechelwindungen müssen nun noch mit Lack gesichert werden.
Die Fliege schwimmt sehr natürlich auf dem Wasser und ist gerade in der Nähe von Kuh-Wiesen, Ställen und Bauernhöfen gut auf Forellen einsetzbar.
Die USD-Bindeweise (Upside-Down) habe ich im übrigen dem Buch "Die Forelle und die Fliege" von Brian Clarke und John Goddard entnommen. Dem interessierten Fliegenfischer und Binder möchte ich dieses Buch besonders ans Herz legen.



Diese Seite wurde 11458 mal aufgerufen seit dem 22.03.2007.